Richard Lipinski

Robert Richard Lipinski (* 6. Februar 1867 in Danzig; † 18. April 1936 in Bennewitz bei Wurzen/Sachsen)

Geboren als Sohn eines Arbeiters, absolvierte Richard Lipinski zunächst eine Gärtnerlehre, später eine Lehre als Handlungsgehilfe.

1886 trat er in die Gewerkschaft und 1890 in die SPD ein. Er spielte in der sächsichen Arbeiterbewegung eine bedeutende Rolle. Redigierte die Zeitung Der Wähler und gehörte der Redaktion der Leipziger Volkszeitung an. Von 1903-1906 und 1920-1933 war er Reichstagsabgeordneter. Während des Revolution begleitete er 1918/19 das Amt des sächsischen Ministers des Inneren und Äußeren. Von 1920 bis 1923 war Lipinski noch einmal sächsischer Innenminister .

Bis 1933 war er zudem Inhaber des sozialdemokratischen Verlagsbuchhandels in Leipzig bzw. Bennewitz.

Im April 1933 wurde Richard Lipinski nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erstmals inhaftiert. Im Winter 1934/35 befand sich Richard Lipinski dann wegen des Vorwurfs des Hochverrats in Untersuchungshaft. Von den Verletzungen der Haft erholte er sich nicht mehr und starb am 18. April 1936.

Die Gestapo konnte trotz eines großen Aufgebots nicht verhindern, dass an der Trauerfeier am 21. April 1936 800 Menschen teilnahmen.


Quelle

Der Freiheit verpflichtet, Hrsg. Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, 2000, Marburg

Weblinks